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Mittwoch, 2. Januar 2019

Achtung! Blog-Umzug: neue Webadresse

Ab sofort geht es mit dem "Texter, Köln"-Blog auf https://texter-koeln.blogspot.com weiter. Schauen Sie vorbei! Die alten Blog-Beiträge bleiben (zumindest vorerst) hier erhalten.

Meine berufliche Webseite mit den Arbeitsproben bleibt weiterhin auf www.robertwelz.de. Ihr Besuch freut mich.

Glückliches 2019 und auf bald!




Foto der Hohenzollernbrücke, Köln von Emanuel Haas, entdeckt auf unsplash.com, beschnitten

Donnerstag, 20. Dezember 2018

Glückliche Festtage!

... und ein gutes neues Jahr 2019 wünsche ich allen Auftraggeberinnen und Auftraggebern, allen Leserinnen und Lesern.


Werbetexter, Frohes Fest, Weihnachten, Winter, Kirche, stimmungsvoll, Island, Schnee


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PS: Das anrührende Weihnachts-Comic von Illustrator Fred Fuchs und Texter Robert Welz für Hansaplast liegt nur diesen einen Klick entfernt.


Fotos von Jon Flobrant, aufgenommen in Vík í Mýrdal, Island, entdeckt auf unsplash.com

Mittwoch, 31. Oktober 2018

Ultimativ gruseliges Halloween: mit dem Exposé zur Horror-Komödie Zombie Corp.

Lieber untot als ganz tot. Können führende Zombies das bestätigen? Was, wenn es ein Unsterblichkeitsvirus gäbe? Sagen wir für schlappe 1 Million Euro? Wäre die Zombiefizierung dann ein kostbares Privileg? Gäbe es Geschenk-Gutscheine? Mein satirisch-schwarz-humoriges Film-Exposé gibt Antworten.

Zum Grusel-Lesen einfach aufs Foto oder den folgenden Link klicken: Jetzt erleben, wie ein schwankender Schauspieler seine Chance auf Tod erpackt. Und was das mit ihm macht. Viel Vergnügen!


Horror, Halloween, Komödie, Grusel, Satire, Schwarzer Humor, Autor, Köln, Drehbuch, Exposé


Mehr zum Thema Exposé, Sprechertexte und Drehbuch - auch für Image- und Corporate-Filme - auf meiner Webseite.

Ihr Besuch freut mich sehr.


Zombie, Eichhörnchen, komisch, Humor


Foto oben von Daniel Jensen [Link zu seinem Instagram-Auftritt], entdeckt auf unsplash.com; Eichhörnchen-"Zombie"-Foto von Demi-Felicia [Link zu ihrer Homepage], ebenso von unsplash.com

Donnerstag, 6. September 2018

Der Postillon spricht aus, was ARD, ZEIT und FAZ kleinsenden bzw. -schreiben

Sicher, manchmal ist er nur ulkig. Manchmal ist er nur okay. Doch oft ist Der Postillon unverschämt witzig, originell und sprachspielerisch. Oft ist er die Idee weiter. Und, was mir besonders gefällt, Der Postillon ist schärfer und politischer als fast alle anderen. Die Mischung aus Unterhaltung, Nonsens und exzellenter Satire ist das Geheimnis des Erfolges. Immer gibt es dazu ein passendes Bild, oft eine gut gemachte, komische Collage. Der personell winzig ausgestattete Satire-Blog ist im Internet überhaupt nicht klein, sondern bereits seit Jahren auf Augenhöhe mit den Medienriesen. Im Kontrast zu manch anderem Medium betreibt Der Postillon keinen Meinungs- oder Verhüllungs-Journalismus, sondern lässt den Kaiser ganz schön nackt dastehen. Ein Beispiel von der Schwesterseite Postillon 24 [Link zum YouTube-Auftritt]:




Das Ganze erschien zuvor als Artikel auf der Hauptseite des Postillon [hier lesen].

Donnerstag, 30. August 2018

Musik-Tipp: Samuel Jack in der Lichtung

Schon heute [Donnerstag, 30.08.18; 21:00 Uhr] singt und spielt Samuel Jack im Club der Lichtung in der Kölner Südstadt. Hört sich richtig gut an. Im Video gibt es dazu noch eine starke Tanz-Performance:




Link zu Samuel Jacks Webseite | Link zu seinem YouTube-Auftritt | Samuel Jack bei Facebook

Freitag, 24. August 2018

Köln. Eine [gelungene] Geschichte. Von Barbara und Christoph Driessen

„Köln. Eine Geschichte. Vom Urwald zur Millionenstadt“: Das Buch aus dem Greven Verlag entdeckte ich in der Stadtbibliothek. Obwohl das Buch einladend und modern gestaltet ist, wollte ich es schon wieder weglegen, hatte ich doch einiges über meine Heimatstadt gelesen. Da ich leider auch etliches wieder vergessen habe, dachte ich dann aber, etwas Geschichts-Auffrischung könne nicht schaden. Zudem reizte mich der Werbespruch aus der Rückseiten-Beschreibung „Das neue Standardwerk zur Kölner Geschichte und eine einzigartige Hommage an diese viel geliebte Stadt“.

„Neues Standardwerk“? Ob das stimmt? Mein Wille zum Widerspruch zum Werbespruch war geweckt.


Also begann ich zu lesen. Der Einstieg in über 2000 Jahre turbulente Stadtgeschichte beginnt bei Barbara und Christoph Driessen davor, weit vor der Stadtgründung Kölns durch Ubier und Römer. Die zwei Autoren führen uns zu Anfang tief in den Wald und präsentieren die ältesten noch lebenden KölnerInnen. Die stehen im heute Autobahn umtosten Gremberger Wäldchen und haben stolze 250 Jahre in der Krone. Es sind mächtige Buchen. Dass in Gremberg die ältesten lebenden höheren Organismen Kölns stehen, wusste ich noch nicht. Und schon folgt das nächste für mich Unbekannte: Die Ur-Ur-Ahnen dieser Buchen waren vor der Jungsteinzeit (der Zeit der Sesshaftwerdung der Bauern und Viehzüchtern) zwar bereits heimisch, die vorherrschenden Bäume waren aber Ulmen, Eichen und Haselbüsche. Erst durch die Rodungen der jungsteinzeitlichen Bauern und das spätere Wieder-Verlassen weiter Areale begann der große Siegeszug der Buche. Während Proto- und Frühindustrialisierung wurde der Wald dann abermals arg dezimiert, um sich schließlich durch menschliche Anpflanzung erneut auszubreiten. Das gefiel mir alles schon mal sehr. Denn andere Autoren schreiben gern Buchenwald sei der Naturzustand. Barbara und Christoph Driessen gehen da differenzierter ran.

Spannend und lehrreich geht es weiter durch die Kölschen Jahrhunderte.


Wir erfahren, dass die Römer mehr Wert auf die Qualität des essentiellsten aller Lebensmittels - des Wassers – legten, als wir es heute tun. Kurz wird Postumus gestreift, der Gründer des Gallischen Sonderreiches, das für ein paar Jahre immerhin ein Drittel des Römischen Reiches umfasste. Und Hauptstadt dieses Reiches war: …? Die Antwort wird zahlreiche Kölnerinnen und Kölner entzücken.

In dieser Rezension kann ich nur wenige Schlaglichter setzen. Deshalb überspringe ich einfach Völkerwanderung und Mittealter. Da war Köln die größte deutsche Stadt, wichtiges Mitglied der Hanse, und wie die Autoren schreiben „Weltstadt“ mit eigenem, vom englischen König garantiertem, Handelskontor in London. Klar, Themse- und Rheinmündung liegen sich fast gegenüber. Deutz war feindliches Ausland.

In der Neuzeit treiben gewaltige Flöße den Fluss stromab. Die sogenannten Holländerflöße, die Baumstämme aus den deutschen Mittelgebirgen gen Holland transportierten. Auf diesen Stämmen stelzen etliche der Grachtenhäuser Amsterdams. Viel Holz kam einiges weiter rum als Mast oder Rumpf von Schiffen der niederländischen Handels- und Kriegsflotten.

Wussten Sie, dass die Spanier den Rhein umleiten wollten?


Wir sind ziemlich am Beginn der Neuzeit. 80 Jahre dauerte der Unabhängigkeitskampf der Niederlande. Deren spanische Herrscher wollten ihren äußerst wertvollen Besitz, dieses dicht besiedelte, reiche Handelszentrum nicht ziehen lassen: 1626 machten sich die spanischen Kolonial-Herren daran, den Rhein teilweise zu sperren und umzuleiten: weg vom aufständischen Holland in die (südlichen) Spanischen Niederlande (in etwa das heutige Belgien). Hochspannend: die Arbeiten an dem Kanal der Rhein und Maas verbinden sollte, schritten schnell voran. Allerdings verhinderten die militärischen Erfolge der Generalstaaten (der nördlichen Niederlande), den Abschluss des Mammutprojektes.

Der Name des nicht vollendeten Kanals ist Fossa Eugeniana, benannt nach der spanischen Infantin Eugenia. Von all dem wusste ich nichts, erneuter Pluspunkt für das Buch von Barbara und Christoph Driessen.


Porträt, spanische Statthalterin, Porträt, Niederlande, Fossa Eugeniana, Rhein
Motzt sie, weil sie keine Kölnerin ist? Die Statthalterin der spanischen Niederlande Isabella Clara Eugenia, Porträt von Sofonisba Anguissola

Obwohl der Kanal unvollendet bleibt, verlagerte sich der Handel trotzdem zuungunsten Kölns. Die neuen Routen nach Übersee, nach Amerika, nach Asien boomten. Das kriegerische Geschehen um die Fossa Eugenia hatte die Suche nach Ausweichrouten auch in Mitteleuropa zusätzlich beschleunigt. Schlecht für Köln.

Die einst blühende Handelsstadt verliert immer mehr an wirtschaftlicher Bedeutung. Auch weil Köln die Protestanten vertreibt. Das geht soweit, dass die Neustadt von Mülheim, das damals dem Kurfürsten von Brandenburg untertan war und in dem sich wohlhabende Protestanten angesiedelt hatten, 1614 zerstört wird. Abgerissen von Kölner Handwerkern.

In der späteren Neuzeit passiert natürlich auch noch so einiges. War Ihnen zum Beispiel bekannt, dass im Jahr 1893 in New York City 7000 Stollwerck-Automaten standen? Die Schokolade für die Automaten wurde aus Köln regelmäßig über den Atlantik versandt. Ludwig Stollwerck holte die Gebrüder Lumière nach Köln. Die bespielten zuerst die Stollwerck-Kantine und vier Tage später am 20. April 1896 fand in Köln die erste öffentliche Filmvorführung Deutschlands statt.

Wie gesagt, nur ein paar Schlaglichter. Mein Resümee: Ein spannendes, sehr gut geschriebenes und lehrreiches Buch über Köln und seine Geschichte, dass den Fokus öfter anders setzt und ausgetretene Wissenspfade verlässt. Unbedingt lesenswert.

Das Buch "Köln. Eine Geschichte. Vom Urwald zur Millionenstadt" von Barbara und Christoph Driessen auf der Seite des Greven-Verlages

Bildquelle: Wikipedia

Donnerstag, 16. August 2018

Am Strand sind merkwürdige Tiere

Die "Strandbeests" von Theo Jansen eilen windgetrieben durch die Gezeitenzone und dem Autor klappt die Kinnlade herunter. Unglaublich! Genial! Bizarr!




Eruieren die Geschöpfe einen Weg zurück in den Ozean? Erinnern sich die Beests wehmütig an unbeschwerte Tage im wohligen Nass? Oder verbringen sie ganz schlicht einen Tag am Meer.

Über Theo Jansen in der Wikipedia; zu Theo Jansens Facebook-Seite; eine Webseite mit Links zu weiteren Infos und Hintergründen

Dienstag, 14. August 2018

Bayer-Aktie stürzt tief dank Monsanto

Was hat der weltgrößte Vermögensverwalter BlackRock damit zu tun?


Köln und Leverkusen, zwei von zahllosen Spielfeldchen für BlackRock [Link zum Wikipedia-Eintrag]. Der weltgrößte unabhängige Vermögensverwalter hat 5520 Milliarden bzw. 5,52 Billionen(!) Euro unter seinen weit ausgreifenden Fittichen (Stand Ende 2017). Aufsichtsratsvorsitzender der deutschen BlackRock-Filiale ist Friedrich Merz, der zugleich Vorsitzender der Atlantik-Brücke ist und (neben etlichem anderem) Aufsichtsratschef des Köln/Bonner Flughafens. Der profitable Flughafen gehört (noch) den Städten Köln und Bonn, Bund, Land und Kreisen und damit den Bürgern. Schauen wir mal, wie es sich weiter entwickelt … Köln macht Böcke gern nicht nur zu Maskottchen, sondern betraut selbige auch traditionell mit der Großimmobilien- und Infrastrukturpflege.

Köln, BlackRock, Bayer AG, Monsanto, Flughafen Köln/Bonn, undemokratisch, Einfluss, Macht, Geld, unkontrolliert

Spielfelder Leverkusen und USA: In der Süddeutschen Zeitung war 2016 zu lesen [Link zum Artikel], dass dieselben Großinvestoren sowohl bei der Bayer AG wie auch bei Monsanto ein kräftig Wörtchen mitzureden haben bzw. diese den Fusionsdeal zwischen beiden Konzernen womöglich überhaupt erst eingefädelt haben.

BlackRock ist 2016 größter Investor bei Bayer und zweitgrößter bei Monsanto. Vanguard, nach BlackRock zweitgrößter Vermögensverwalter der Welt, verwaltet über 3 Billionen US-Dollar und war bei Monsanto der größte Aktionär, bei Bayer die Nummer 4. Die Capital Group, hält (neben vielem anderem) erkleckliche Anteile an Goldman Sachs und ist 2016 drittgrößter Aktionär sowohl bei Bayer wie bei Monsanto.

Nach einem Gerichtsurteil gegen Monsanto fällt gestern am 13.08.2018 der Kurs der Bayer-Aktie dramatisch. Also recht kurz nach der Übernahme von Monsanto durch Bayer. Ein echter Krimi also, der sich da abspielt genau vor unserer Haustür. Wird es Opfer geben? Aktionäre? Arbeitnehmer? Der deutsche Staat (wegen entgangener Steuern)? Die Städte Leverkusen, Dormagen und Köln? Bayer-Zulieferer? Und, und, und?

Immerhin, zumindest die Wirtschaftsteile einiger Blätter berichten gelegentlich. Respekt für Kathrin Werner von der Süddeutschen, die die Hintergründe beleuchtet (s. o.). Und Heike Buchter, die u. a. für ZEIT und Manager Magazin schreibt, hat sogar ein Buch über BlackRock verfasst. Titel: "BlackRock: Eine heimliche Weltmacht greift nach unserem Geld" [Link zu einer Besprechung 2015]

Doch wem sind BlackRock, Vanguard und Capital Group wirklich ein Begriff? Liegt es am galoppierenden Verhüllungsjournalismus, der sich in Deutschland breitmacht? Oder einfach an der Meinungseinfalt, die man uns zu verordnen versucht?

Mehr über den Monsanto-Bayer-Deal in diesem erhellenden Film von Gaby Weber, einer weiteren Frau, die lieber investigiert als abschreibt. Ihr Film wurde übrigens wenige Stunden vor dem Sturz der Bayer-Aktie bei YouTube hochgeladen. Präsentiert wird die gut zwanzigminütige Dokumentation von KenFM.




über Super-Lobbyist Friedrich Merz und den Flughafen Köln/Bonn

s/w Foto oben (Dom und Köln im Nebel) von Tobias Jussen, gefunden auf unsplash.com, mit eigener Schrift versehen