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Donnerstag, 20. Dezember 2018

Glückliche Festtage!

... und ein gutes neues Jahr 2019 wünsche ich allen Auftraggeberinnen und Auftraggebern, allen Leserinnen und Lesern.


Werbetexter, Frohes Fest, Weihnachten, Winter, Kirche, stimmungsvoll, Island, Schnee


werbetexter, Robert Welz, Köln, Frohes Neues Jahr, Island, Winter, Landschaft


PS: Das anrührende Weihnachts-Comic von Illustrator Fred Fuchs und Texter Robert Welz für Hansaplast liegt nur diesen einen Klick entfernt.


Fotos von Jon Flobrant, aufgenommen in Vík í Mýrdal, Island, entdeckt auf unsplash.com

Mittwoch, 31. Oktober 2018

Ultimativ gruseliges Halloween: mit dem Exposé zur Horror-Komödie Zombie Corp.

Lieber untot als ganz tot. Können führende Zombies das bestätigen? Was, wenn es ein Unsterblichkeitsvirus gäbe? Sagen wir für schlappe 1 Million Euro? Wäre die Zombiefizierung dann ein kostbares Privileg? Gäbe es Geschenk-Gutscheine? Mein satirisch-schwarz-humoriges Film-Exposé gibt Antworten.

Zum Grusel-Lesen einfach aufs Foto oder den folgenden Link klicken: Jetzt erleben, wie ein schwankender Schauspieler seine Chance auf Tod erpackt. Und was das mit ihm macht. Viel Vergnügen!


Horror, Halloween, Komödie, Grusel, Satire, Schwarzer Humor, Autor, Köln, Drehbuch, Exposé


Mehr zum Thema Exposé, Sprechertexte und Drehbuch - auch für Image- und Corporate-Filme - auf meiner Webseite.

Ihr Besuch freut mich sehr.


Zombie, Eichhörnchen, komisch, Humor


Foto oben von Daniel Jensen [Link zu seinem Instagram-Auftritt], entdeckt auf unsplash.com; Eichhörnchen-"Zombie"-Foto von Demi-Felicia [Link zu ihrer Homepage], ebenso von unsplash.com

Donnerstag, 6. September 2018

Der Postillon spricht aus, was ARD, ZEIT und FAZ kleinsenden bzw. -schreiben

Sicher, manchmal ist er nur ulkig. Manchmal ist er nur okay. Doch oft ist Der Postillon unverschämt witzig, originell und sprachspielerisch. Oft ist er die Idee weiter. Und, was mir besonders gefällt, Der Postillon ist schärfer und politischer als fast alle anderen. Die Mischung aus Unterhaltung, Nonsens und exzellenter Satire ist das Geheimnis des Erfolges. Immer gibt es dazu ein passendes Bild, oft eine gut gemachte, komische Collage. Der personell winzig ausgestattete Satire-Blog ist im Internet überhaupt nicht klein, sondern bereits seit Jahren auf Augenhöhe mit den Medienriesen. Im Kontrast zu manch anderem Medium betreibt Der Postillon keinen Meinungs- oder Verhüllungs-Journalismus, sondern lässt den Kaiser ganz schön nackt dastehen. Ein Beispiel von der Schwesterseite Postillon 24 [Link zum YouTube-Auftritt]:




Das Ganze erschien zuvor als Artikel auf der Hauptseite des Postillon [hier lesen].

Donnerstag, 30. August 2018

Musik-Tipp: Samuel Jack in der Lichtung

Schon heute [Donnerstag, 30.08.18; 21:00 Uhr] singt und spielt Samuel Jack im Club der Lichtung in der Kölner Südstadt. Hört sich richtig gut an. Im Video gibt es dazu noch eine starke Tanz-Performance:




Link zu Samuel Jacks Webseite | Link zu seinem YouTube-Auftritt | Samuel Jack bei Facebook

Freitag, 24. August 2018

Köln. Eine [gelungene] Geschichte. Von Barbara und Christoph Driessen

„Köln. Eine Geschichte. Vom Urwald zur Millionenstadt“: Das Buch aus dem Greven Verlag entdeckte ich in der Stadtbibliothek. Obwohl das Buch einladend und modern gestaltet ist, wollte ich es schon wieder weglegen, hatte ich doch einiges über meine Heimatstadt gelesen. Da ich leider auch etliches wieder vergessen habe, dachte ich dann aber, etwas Geschichts-Auffrischung könne nicht schaden. Zudem reizte mich der Werbespruch aus der Rückseiten-Beschreibung „Das neue Standardwerk zur Kölner Geschichte und eine einzigartige Hommage an diese viel geliebte Stadt“.

„Neues Standardwerk“? Ob das stimmt? Mein Wille zum Widerspruch zum Werbespruch war geweckt.


Also begann ich zu lesen. Der Einstieg in über 2000 Jahre turbulente Stadtgeschichte beginnt bei Barbara und Christoph Driessen davor, weit vor der Stadtgründung Kölns durch Ubier und Römer. Die zwei Autoren führen uns zu Anfang tief in den Wald und präsentieren die ältesten noch lebenden KölnerInnen. Die stehen im heute Autobahn umtosten Gremberger Wäldchen und haben stolze 250 Jahre in der Krone. Es sind mächtige Buchen. Dass in Gremberg die ältesten lebenden höheren Organismen Kölns stehen, wusste ich noch nicht. Und schon folgt das nächste für mich Unbekannte: Die Ur-Ur-Ahnen dieser Buchen waren vor der Jungsteinzeit (der Zeit der Sesshaftwerdung der Bauern und Viehzüchtern) zwar bereits heimisch, die vorherrschenden Bäume waren aber Ulmen, Eichen und Haselbüsche. Erst durch die Rodungen der jungsteinzeitlichen Bauern und das spätere Wieder-Verlassen weiter Areale begann der große Siegeszug der Buche. Während Proto- und Frühindustrialisierung wurde der Wald dann abermals arg dezimiert, um sich schließlich durch menschliche Anpflanzung erneut auszubreiten. Das gefiel mir alles schon mal sehr. Denn andere Autoren schreiben gern Buchenwald sei der Naturzustand. Barbara und Christoph Driessen gehen da differenzierter ran.

Spannend und lehrreich geht es weiter durch die Kölschen Jahrhunderte.


Wir erfahren, dass die Römer mehr Wert auf die Qualität des essentiellsten aller Lebensmittels - des Wassers – legten, als wir es heute tun. Kurz wird Postumus gestreift, der Gründer des Gallischen Sonderreiches, das für ein paar Jahre immerhin ein Drittel des Römischen Reiches umfasste. Und Hauptstadt dieses Reiches war: …? Die Antwort wird zahlreiche Kölnerinnen und Kölner entzücken.

In dieser Rezension kann ich nur wenige Schlaglichter setzen. Deshalb überspringe ich einfach Völkerwanderung und Mittealter. Da war Köln die größte deutsche Stadt, wichtiges Mitglied der Hanse, und wie die Autoren schreiben „Weltstadt“ mit eigenem, vom englischen König garantiertem, Handelskontor in London. Klar, Themse- und Rheinmündung liegen sich fast gegenüber. Deutz war feindliches Ausland.

In der Neuzeit treiben gewaltige Flöße den Fluss stromab. Die sogenannten Holländerflöße, die Baumstämme aus den deutschen Mittelgebirgen gen Holland transportierten. Auf diesen Stämmen stelzen etliche der Grachtenhäuser Amsterdams. Viel Holz kam einiges weiter rum als Mast oder Rumpf von Schiffen der niederländischen Handels- und Kriegsflotten.

Wussten Sie, dass die Spanier den Rhein umleiten wollten?


Wir sind ziemlich am Beginn der Neuzeit. 80 Jahre dauerte der Unabhängigkeitskampf der Niederlande. Deren spanische Herrscher wollten ihren äußerst wertvollen Besitz, dieses dicht besiedelte, reiche Handelszentrum nicht ziehen lassen: 1626 machten sich die spanischen Kolonial-Herren daran, den Rhein teilweise zu sperren und umzuleiten: weg vom aufständischen Holland in die (südlichen) Spanischen Niederlande (in etwa das heutige Belgien). Hochspannend: die Arbeiten an dem Kanal der Rhein und Maas verbinden sollte, schritten schnell voran. Allerdings verhinderten die militärischen Erfolge der Generalstaaten (der nördlichen Niederlande), den Abschluss des Mammutprojektes.

Der Name des nicht vollendeten Kanals ist Fossa Eugeniana, benannt nach der spanischen Infantin Eugenia. Von all dem wusste ich nichts, erneuter Pluspunkt für das Buch von Barbara und Christoph Driessen.


Porträt, spanische Statthalterin, Porträt, Niederlande, Fossa Eugeniana, Rhein
Motzt sie, weil sie keine Kölnerin ist? Die Statthalterin der spanischen Niederlande Isabella Clara Eugenia, Porträt von Sofonisba Anguissola

Obwohl der Kanal unvollendet bleibt, verlagerte sich der Handel trotzdem zuungunsten Kölns. Die neuen Routen nach Übersee, nach Amerika, nach Asien boomten. Das kriegerische Geschehen um die Fossa Eugenia hatte die Suche nach Ausweichrouten auch in Mitteleuropa zusätzlich beschleunigt. Schlecht für Köln.

Die einst blühende Handelsstadt verliert immer mehr an wirtschaftlicher Bedeutung. Auch weil Köln die Protestanten vertreibt. Das geht soweit, dass die Neustadt von Mülheim, das damals dem Kurfürsten von Brandenburg untertan war und in dem sich wohlhabende Protestanten angesiedelt hatten, 1614 zerstört wird. Abgerissen von Kölner Handwerkern.

In der späteren Neuzeit passiert natürlich auch noch so einiges. War Ihnen zum Beispiel bekannt, dass im Jahr 1893 in New York City 7000 Stollwerck-Automaten standen? Die Schokolade für die Automaten wurde aus Köln regelmäßig über den Atlantik versandt. Ludwig Stollwerck holte die Gebrüder Lumière nach Köln. Die bespielten zuerst die Stollwerck-Kantine und vier Tage später am 20. April 1896 fand in Köln die erste öffentliche Filmvorführung Deutschlands statt.

Wie gesagt, nur ein paar Schlaglichter. Mein Resümee: Ein spannendes, sehr gut geschriebenes und lehrreiches Buch über Köln und seine Geschichte, dass den Fokus öfter anders setzt und ausgetretene Wissenspfade verlässt. Unbedingt lesenswert.

Das Buch "Köln. Eine Geschichte. Vom Urwald zur Millionenstadt" von Barbara und Christoph Driessen auf der Seite des Greven-Verlages

Bildquelle: Wikipedia