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Montag, 25. September 2017

BONNOPOLY: Gehören unsere Städte noch uns?

Ein grandioses, unterhaltsames und sehr politisches Theaterstück läuft gerade in den Kammerspielen Bonn. "BONNOPOLY - das WCCB, die Stadt und ihr Ausverkauf" deckt exemplarisch und kriminalistisch einen der gewaltigen Finanz-, Immobilien- und Bau-Skandale auf, die fast alle unsere Städte belasten. Hunderte Millionen Euro werden fortwährend versenkt, um Städte in Unternehmen zu verwandeln. Um Heuschrecken oder simple Kriminelle zu füttern.


Mehr über Autor Ulf Schmidt (Link zu seinem Blog) und Regisseur Volker Lösch. Zur Webseite rechtaufstadtbonn.net.

Interessant ist die Kritik des Bonner General-Anzeigers: Der 1. Teil von BONNOPOLY wird gelobt. Hier baut das Stück stark auf die intensiven, investigativen Recherchen der Zeitung zu den dubiosen Vorgängen rund um das World Conference Center Bonn (WCCB). Im 2. Teil des Stückes wird auch die Haltung des General-Anzeigers zu Initiativen der Bonner Bürger hinterfragt. Da fällt dann auch die Zeitungskritik nicht ganz so wohlwollend aus (selbst nachlesen). Mein subjektiver Eindruck: Das Publikum fand beide Teile exzellent.

Das Credo: Erobern wir uns unsere Städte zurück! Stoppen wir den neoliberalen Irrsinn. Es wird Zeit.

BONNOPOLY läuft noch bis 18. November 2017 in den Kammerspielen Bonn (Bad Godesberg). Für auswärtige Besucher ein Tipp: Das Rheinufer ist nur einen guten Kilometer entfernt. Man kann also vor (oder nach) dem Theater den Blick über den Fluss auf das nahe Siebengebirge genießen. Um dann durch das wunderschöne Bad Godesberger Villenviertel (mit zahlreichen gepflegten Gebäuden aus der Gründerzeit) bis zum Theaterplatz zu schlendern.