Montag, 8. Januar 2018

Vermissen werde ich den freundlichen Drachen: Köln-Riehl bei Nacht


In Riehl, Heimat von Flora und Botanischem Garten und des Kölner Zoos, ist bereits seit 1863/64 die Pflanzen- und Tierwelt aller Kontinente vertreten. Für wenige Wochen von 24.11.17 bis zum 7.1.18 waren auch chinesische Fabelwesen und andere fantasie- und farbenreiche Licht-Skulpturen zu Gast. Das China Lights Festival im Kölner Zoo lockte nach Einbruch der Dunkelheit die Besucher mit 46 Ensembles aus 1000 von innen leuchtenden Figuren. Geschaffen wurden die Wunderwerke von 30 chinesischen Lichtkünstlern und Handwerkern.

Dass der Zoo für eine solche Sonderveranstaltung Geld nimmt, leuchtet ein. Dass der normale Zoo-Eintritt für einen Erwachsenen 19 Euro 50 kostet, weniger. Eine Familie mit zwei Kindern im Alter von 4 bis12 Jahren zahlt aktuell 47 Euro. Das ist viel zu viel. Und ist es kaufmännisch durchdacht? Der Zoo ist sowieso da, Gebäude und Infrastrukturen müssen unterhalten und beheizt werden; die Tiere gepflegt und gefüttert. Würde es sich rechnen, den Eintritt zu senken? Weil dies mehr Besucher bedeutet und unter dem Strich mehr Einnahmen, auch für Gastronomie und Shops, bei ungefähr gleich bleibenden Ausgaben? Im Kölner Zoo gibt es nicht mal einen Winterpreis.

Der leuchtende Drache steht (noch) auf einer vorgelagerten Wiese zwischen Zoo-Haupteingang und Riehler Straße:


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China, der älteste kontinuierlich bestehende Staat der Welt, meldet sich auch künstlerisch und kunsthandwerklich mit Macht zurück. Kommt eine neue China-Begeisterung? Wie Sie Europa bereits von ca. 1650 bis 1860 erlebte? Endet die grassierende Wild West-Euphorie?

Foto + Text von mir