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Donnerstag, 14. Juni 2018

Gestaltwandelndes Hightech-Material, das fasziniert und verstört

Sicherlich eines der Staunen machendsten Videos, das ich seit Langem gesehen habe. Unglaublich, zu was der Mensch in die Lage ist:




Unglaublich, dass wir noch vor einigen Tausend Jahren nackt oder mit Penisköcher oder in Felle oder Pflanzenfasern gekleidet, Kältesteppen und Wüsten durchstreiften und an den Küsten rohe Meeresmuscheln schlemmten. Obwohl wir nicht nur Letzteres auch heute noch tun. Das Multifunktionstool damals hieß nicht Smartwanze oder Austernmesser, es hieß Faustkeil [Link zum hörenswerten Beitrag über das drittälteste Steinwerkzeug von Homo in der wunderbaren Podcast-Reihe „A History of the World in 100 Objects“].

Ob wir vor der Neolithischen Revolution glücklicher waren? Zumindest mehr Muße hatten wir wohl, in Zeiten, als die grünen Ameisen träumten.




Nature.com vermutet vielfältige industrielle Anwendungspotentiale für das oben gezeigte, programmierbare, hochbewegliche, sensationelle Hightech-Material. Sollten wir uns fürchten? Diese Technik wird natürlich auch die Militärs und die Rüstungsindustrie interessieren. Anzunehmen, dass diese sowieso an der Entwicklung wesentlich beteiligt waren und sind, direkt oder indirekt. In welche Zukunft wandern wir mit Presse und Fernsehen, die nicht aufklären, sondern verklären und kniefallen? Hoffentlich nicht in Wüsten, die geiger-knacken. Oder in eine neue Feudalzeit?